Wegzug planen
Auswandern aus Deutschland: die Reihenfolge entscheidet
Ein Wegzug scheitert selten am Ziel, sondern an der Reihenfolge. Wer erst abmeldet und dann über Steuern nachdenkt, hat oft schon Entscheidungen getroffen, die sich nicht mehr korrigieren lassen.
- Für wen: Privatpersonen und Unternehmer mit Wegzugsabsicht
- Themen: Wohnsitz, Wegzugsteuer, Verträge, Fristen, Nachweise
- Ergebnis: eine Reihenfolge, die zu Deiner Situation passt
Wohnsitz und unbeschränkte Steuerpflicht
Entscheidend ist nicht die Abmeldung beim Einwohnermeldeamt, sondern ob ein Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt in Deutschland bestehen bleibt. Eine leerstehende Wohnung, ein Schlüssel bei den Eltern oder regelmäßige längere Aufenthalte können genügen.
Solange unbeschränkte Steuerpflicht besteht, sind grundsätzlich die weltweiten Einkünfte in Deutschland zu erklären – unabhängig davon, wo man sich wohl fühlt.
Wegzugsteuer und Beteiligungen
Wer Anteile an Kapitalgesellschaften hält, muss die Wegzugsbesteuerung prüfen. Sie kann eine Steuer auf einen Gewinn auslösen, der nie realisiert wurde.
Je nach Zielstaat und Struktur gibt es Gestaltungen, die aber vor dem Wegzug umgesetzt werden müssen. Danach ist das Fenster zu.
Was in die Checkliste gehört
Verträge (Miete, Versicherungen, Bank), Sozialversicherung, Krankenversicherung, laufende Einkünfte aus Deutschland, Immobilien, Familie und Schulen, sowie die Nachweise über den neuen Lebensmittelpunkt.
Vor allem Letzteres wird unterschätzt: Wer später in Deutschland gefragt wird, muss belegen können, wo er wirklich lebt.
Häufige Fragen
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Die hier bereitgestellten Informationen sollen dir einen allgemeinen Überblick und eine erste Orientierung bieten. Sie sind jedoch nicht als individuelle steuerliche oder rechtliche Beratung gedacht. Für deine speziellen steuerlichen Fragen und Anliegen wende dich bitte direkt an einen qualifizierten Steuerberater.
